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5 Schritte zum erfolgreichen MentoringManagement

Updated: Apr 9, 2022



Gut vorbereitet mit Ihrem individuellen Programm starten! In diesem Blogbeitrag lernen Sie f├╝nf Schritte kennen, die Ihr Mentoring richtig gut ausrichten.


1. Schritt: Konzept des Mentoring definieren, Ziele festlegen, Budget planen

­čÉż Mithilfe eines Konzepts f├╝r Ihr Mentoringprogramm k├Ânnen Sie sich klar innerhalb Ihres Unternehmens oder Bereichs positionieren. Soll das Mentoring eine Ma├čnahme sein, um Frauen zu st├Ąrken? M├Âchten Sie neue Mitarbeitende in die Organisation einf├╝hren? (Hier gibt es ├ťberschneidungen zu einem Patenprogramm.) Gilt es, Nachwuchsf├╝hrungskr├Ąfte zu unterst├╝tzen? Sollen Nachwuchswissenschaftler*innen die Chance bekommen, sich mit den n├Ąchsten Karriereschritten zu besch├Ąftigen? Geht es um Pers├Ânlichkeitsentwicklung und/oder die Entwicklung von beruflichen Zielen? W├Ąhlen Sie Ihre Zielgruppe nicht zu gro├č. Stets gilt es, den Fokus zu behalten, denn unterschiedliche Gruppen brauchen unterschiedliche Unterst├╝tzung. Auf jeden Fall sollte an dieser Stelle Ihr Budget im Vordergrund stehen - finanziell, personell und zeitlich.


2. Schritt: Qualit├Ąt und Erfolg definieren

­čÄ» Wenn Sie die Zielgruppe, das Konzept und die Ziele festgelegt haben, geht es an eine komplexe Frage. Wie definieren Sie, ob Ihr Programm "erfolgreich" ist? Dazu sollten Sie harte Kennzahlen (z.B. die Anzahl weiblicher F├╝hrungskr├Ąfte) und weiche Indikatoren (z.B. Mitarbeiterzufriedenheit) ├╝berpr├╝fen k├Ânnen. Antizipieren Sie Probleme, die auf dem Weg zum Erfolg stehen k├Ânnten.


3. Schritt: Kontaktmanagement & Networking planen

­čĽŞ´ŞĆ Jetzt wird es interessant, denn nun geht es ums Umsetzen. Zu einem erfolgreichen Mentoringprogramm geh├Ârt auch, sich ├╝ber das Kontaktmanagement Gedanken zu machen. Das klingt zun├Ąchst banal, ist es blo├č nicht. Auf welchen Wegen und wie oft stehen Sie in Kontakt mit Mentor*innen und Mentees? Lassen Sie die Tandems arbeiten, so wie es kommt? Bieten Sie zus├Ątzliche Beratung an, z.B. bei Schwierigkeiten im Tandem? Wie m├Âchten Sie die Tandems auch untereinander vernetzen? Bedenken Sie dabei immer: auch kleine Events k├Ânnen eine Menge organisatorische, finanzielle oder personelle Ressourchen verbrauchen. Planen Sie das vorher mit ein (siehe 1. Schritt).


4. Schritt: Matching von Mentees mit Mentor*innen organisieren

­čŽä Das ist einer meiner Lieblingsschritte und verursacht regelm├Ą├čig G├Ąnsehaut. Wer mit wem warum? Hier ist es wichtig, einerseits die Ziele des Programms im Blick zu behalten. Insbesondere wenn es sich um ein internes Programm handelt kann es schlaflose N├Ąchte bereiten, wenn Tandems nicht gut zusammenpassen oder Sorge haben m├╝ssen, dass pers├Ânliche Informationen an die falsche Stelle geraten. ├ťberlegen Sie sehr gut, wie "dicht" die beiden Tandempartner*innen im organisatorischen Gef├╝ge sind. So ist es nicht ratsam, die Tandems innerhalb einer Linie oder einer Forschungsgruppe zusammenzustellen. Je gr├Â├čer Ihre Organisation, desto einfacher wird Ihnen das fallen.


Programme, die mit externen Mentor*innen arbeiten, haben es in dieser Hinsicht leichter. Allerdings kann es f├╝r Mentes eine Herausforderung sein, wenn sie sich einerseits eine Mentorin aus dem gleichen Feld/Bereich/Fach w├╝nschen, aber gleichzeitig vor der Herausforderung stehen, dass diese dann eventuell irgendwann als Vorgesetzte in Frage kommt. Insbesondere im Wissenschaftsumfeld sollte gut ├╝berlegt werden, ob eine potenzielle Mentorin aus verwandten Feldern die bessere Wahl ist. So kann man offen ├╝ber Karrierew├╝nsche (und -zweifel!) sprechen und das neugewonnene Wissen an anderer Stelle anwenden.


­čĺÄ Sie k├Ânnen auch ├╝berlegen, ob Sie das Matching den Mentees ├╝berlassen. Das bedeutet, dass Mentees Vorschl├Ąge oder W├╝nsche f├╝r Mentor*innen ├Ąu├čern. Innerhalb der Organisation kann das gut funktionieren. Rechnen Sie aber damit, dass einige Mentees mit der Aufgabe ├╝berfordert sind oder noch zu kurz dabei sind und niemanden kennen. Wenn Sie mit externen Mentor*innen arbeiten, kann das die Eigenverantwortung der Mentees st├Ąrken. Allerdings kann es auch passieren, dass Mentees frustriert sind, wenn keine der angesprochenen Mentor*innen reagiert oder sie Absagen kassieren. Hier ist es enorm wichtig, dass Sie an den Mentees dranbleiben und unterst├╝tzen.


5. Schritt: Workshops, Prozessbegleitung und Coaching

­čŽę Hier sind Sie nun bei der K├╝r angelangt. Ein Mentoringprogramm funktioniert zwar auch ohne Workshops zur Reflexion des Mentorings oder zu ├╝berfachlichen Themen (z.B. Karrierestrategien, Kompetenzentwicklung etc.), ohne Beratung und Coaching. Der Kern des Mentorings findet ja schlie├člich im Tandem statt (siehe mein Blogbeitrag zur systemischen Ver├Ąnderung durch Mentoring). Das Problem ist nur: Sie lassen die Mentees damit auch alleine und stellen keinen Raum zur Reflexion zur Verf├╝gung. Sie lassen es "laufen", Schwierigkeiten werden sich "schon irgendwie von alleine l├Âsen" und die Themen "bekommen die Mentees schon irgendwo anders".


Meine Einsch├Ątzung dazu ist: Sie verspielen eigentlich alles, was Sie durch ein gutes Konzept geplant haben. Eventuell werden Sie auch Ihre Ziele f├╝r das Programm nicht erreichen, die Sie sich in der Konzeptphase vorgenommen haben. Die Mentees (und auch die Mentor*innen) haben keinen Rahmen, der sie h├Ąlt und keine professionelle Ansprechpartnerin, die sich verantwortlich f├╝hlt. Kurzum: Planen Sie auf jeden Fall ein begleitendes Rahmenprogramm ein! Bew├Ąhrt haben sich mindestens ein Auftakt- und Abschlussworkshop, dazu noch Reflexionsm├Âglichkeiten, thematische Workshops (je nach Zielsetzung Ihres Programms) und als Kirsche auf der Sahne dann noch Einzelcoachings.


­čŹÇIhr Mentees werden Sie lieben, ihre Organisation profitiert davon und das Netzwerk lebt.



­čŤ╝ Das klingt so einfach, aber die zeitlichen Ressourchen fehlen Ihnen? Es lohnt sich, eine Expertin an Bord zu haben. Rufen Sie mich an oder schreiben Sie mir, ich freue mich ├╝ber Ihre Kontaktaufnahme und schauen gemeinsam, wie wir Ihr Programm auf eine neues Level heben k├Ânnen!



Photo by Bruno Nascimento on unsplash.com

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