5 Schritte zum erfolgreichen MentoringManagement

Updated: Apr 9



Gut vorbereitet mit Ihrem individuellen Programm starten! In diesem Blogbeitrag lernen Sie fünf Schritte kennen, die Ihr Mentoring richtig gut ausrichten.


1. Schritt: Konzept des Mentoring definieren, Ziele festlegen, Budget planen

🐾 Mithilfe eines Konzepts für Ihr Mentoringprogramm können Sie sich klar innerhalb Ihres Unternehmens oder Bereichs positionieren. Soll das Mentoring eine Maßnahme sein, um Frauen zu stärken? Möchten Sie neue Mitarbeitende in die Organisation einführen? (Hier gibt es Überschneidungen zu einem Patenprogramm.) Gilt es, Nachwuchsführungskräfte zu unterstützen? Sollen Nachwuchswissenschaftler*innen die Chance bekommen, sich mit den nächsten Karriereschritten zu beschäftigen? Geht es um Persönlichkeitsentwicklung und/oder die Entwicklung von beruflichen Zielen? Wählen Sie Ihre Zielgruppe nicht zu groß. Stets gilt es, den Fokus zu behalten, denn unterschiedliche Gruppen brauchen unterschiedliche Unterstützung. Auf jeden Fall sollte an dieser Stelle Ihr Budget im Vordergrund stehen - finanziell, personell und zeitlich.


2. Schritt: Qualität und Erfolg definieren

🎯 Wenn Sie die Zielgruppe, das Konzept und die Ziele festgelegt haben, geht es an eine komplexe Frage. Wie definieren Sie, ob Ihr Programm "erfolgreich" ist? Dazu sollten Sie harte Kennzahlen (z.B. die Anzahl weiblicher Führungskräfte) und weiche Indikatoren (z.B. Mitarbeiterzufriedenheit) überprüfen können. Antizipieren Sie Probleme, die auf dem Weg zum Erfolg stehen könnten.


3. Schritt: Kontaktmanagement & Networking planen

🕸️ Jetzt wird es interessant, denn nun geht es ums Umsetzen. Zu einem erfolgreichen Mentoringprogramm gehört auch, sich über das Kontaktmanagement Gedanken zu machen. Das klingt zunächst banal, ist es bloß nicht. Auf welchen Wegen und wie oft stehen Sie in Kontakt mit Mentor*innen und Mentees? Lassen Sie die Tandems arbeiten, so wie es kommt? Bieten Sie zusätzliche Beratung an, z.B. bei Schwierigkeiten im Tandem? Wie möchten Sie die Tandems auch untereinander vernetzen? Bedenken Sie dabei immer: auch kleine Events können eine Menge organisatorische, finanzielle oder personelle Ressourchen verbrauchen. Planen Sie das vorher mit ein (siehe 1. Schritt).


4. Schritt: Matching von Mentees mit Mentor*innen organisieren

🦄 Das ist einer meiner Lieblingsschritte und verursacht regelmäßig Gänsehaut. Wer mit wem warum? Hier ist es wichtig, einerseits die Ziele des Programms im Blick zu behalten. Insbesondere wenn es sich um ein internes Programm handelt kann es schlaflose Nächte bereiten, wenn Tandems nicht gut zusammenpassen oder Sorge haben müssen, dass persönliche Informationen an die falsche Stelle geraten. Überlegen Sie sehr gut, wie "dicht" die beiden Tandempartner*innen im organisatorischen Gefüge sind. So ist es nicht ratsam, die Tandems innerhalb einer Linie oder einer Forschungsgruppe zusammenzustellen. Je größer Ihre Organisation, desto einfacher wird Ihnen das fallen.


Programme, die mit externen Mentor*innen arbeiten, haben es in dieser Hinsicht leichter. Allerdings kann es für Mentes eine Herausforderung sein, wenn sie sich einerseits eine Mentorin aus dem gleichen Feld/Bereich/Fach wünschen, aber gleichzeitig vor der Herausforderung stehen, dass diese dann eventuell irgendwann als Vorgesetzte in Frage kommt. Insbesondere im Wissenschaftsumfeld sollte gut überlegt werden, ob eine potenzielle Mentorin aus verwandten Feldern die bessere Wahl ist. So kann man offen über Karrierewünsche (und -zweifel!) sprechen und das neugewonnene Wissen an anderer Stelle anwenden.


💎 Sie können auch überlegen, ob Sie das Matching den Mentees überlassen. Das bedeutet, dass Mentees Vorschläge oder Wünsche für Mentor*innen äußern. Innerhalb der Organisation kann das gut funktionieren. Rechnen Sie aber damit, dass einige Mentees mit der Aufgabe überfordert sind oder noch zu kurz dabei sind und niemanden kennen. Wenn Sie mit externen Mentor*innen arbeiten, kann das die Eigenverantwortung der Mentees stärken. Allerdings kann es auch passieren, dass Mentees frustriert sind, wenn keine der angesprochenen Mentor*innen reagiert oder sie Absagen kassieren. Hier ist es enorm wichtig, dass Sie an den Mentees dranbleiben und unterstützen.


5. Schritt: Workshops, Prozessbegleitung und Coaching

🦩 Hier sind Sie nun bei der Kür angelangt. Ein Mentoringprogramm funktioniert zwar auch ohne Workshops zur Reflexion des Mentorings oder zu überfachlichen Themen (z.B. Karrierestrategien, Kompetenzentwicklung etc.), ohne Beratung und Coaching. Der Kern des Mentorings findet ja schließlich im Tandem statt (siehe mein Blogbeitrag zur systemischen Veränderung durch Mentoring). Das Problem ist nur: Sie lassen die Mentees damit auch alleine und stellen keinen Raum zur Reflexion zur Verfügung. Sie lassen es "laufen", Schwierigkeiten werden sich "schon irgendwie von alleine lösen" und die Themen "bekommen die Mentees schon irgendwo anders".


Meine Einschätzung dazu ist: Sie verspielen eigentlich alles, was Sie durch ein gutes Konzept geplant haben. Eventuell werden Sie auch Ihre Ziele für das Programm nicht erreichen, die Sie sich in der Konzeptphase vorgenommen haben. Die Mentees (und auch die Mentor*innen) haben keinen Rahmen, der sie hält und keine professionelle Ansprechpartnerin, die sich verantwortlich fühlt. Kurzum: Planen Sie auf jeden Fall ein begleitendes Rahmenprogramm ein! Bewährt haben sich mindestens ein Auftakt- und Abschlussworkshop, dazu noch Reflexionsmöglichkeiten, thematische Workshops (je nach Zielsetzung Ihres Programms) und als Kirsche auf der Sahne dann noch Einzelcoachings.


🍀Ihr Mentees werden Sie lieben, ihre Organisation profitiert davon und das Netzwerk lebt.



🛼 Das klingt so einfach, aber die zeitlichen Ressourchen fehlen Ihnen? Es lohnt sich, eine Expertin an Bord zu haben. Rufen Sie mich an oder schreiben Sie mir, ich freue mich über Ihre Kontaktaufnahme und schauen gemeinsam, wie wir Ihr Programm auf eine neues Level heben können!



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