Der Einführungsworkshop für Mentees als Basis für einen erfolgreichen Start ins Tandem

Updated: Apr 9



Die Mentees sind mit einem wachsamen Auge ausgewählt und stehen in den Startlöchern. Das Matching mit passenden Mentor*innen wurde vielleicht bereits abgeschlossen oder steht kurz bevor. Wie starten professionelle MentoringManager*innen jetzt in das Programm? Die Tandems wissen vielleicht noch gar nicht so richtig, was auf sie zukommt. Die Mentees brauchen Ziele und sollen ihre Fragestellungen für das Mentoring erforschen. Wie gehst Du jetzt am besten vor?

Die Mentees stehen in den Startlöchern. Was jetzt?

Die Lösung kann ein Einführungsworkshop für Mentees sein. Dieser bringt den Teilnehmenden das Konzept Mentoring näher. Sie können sich in der Gruppe intensiv kennenlernen. Sie arbeiten an ihren Zielen und Fragestellungen für das Mentoring und bereiten die Arbeit im Tandem vor. Wie genau das geht, steht in diesem Text.


Der Einführungsworkshop für Mentees ist eines meiner Best Practices für ein erfolgreiches Mentoringprogramm. Warum ist das so? Ganz einfach – weil ein Mentoring einen gut organisierten und sinnvollen Rahmen braucht. Weil Mentees nicht allein gelassen werden sollten, sondern eine gezielte Vorbereitung auf ihre Rolle verdienen. Für viele ist das Konzept logischerweise neu und es ist sinnvoll, wenn sich die Mentees damit auseinandersetzen dürfen. Außerdem hilft es den Mentees sehr, wenn sie in einem geschützten Rahmen an ihren persönlichen Zielen arbeiten können.


Gerade in der Wissenschaft ist es so, dass Mentees mit ihrer Forschung, ihrer Lehre oder dem Schreiben ihrer Promotion oder anderen Artikeln sehr umfangreich beschäftigt sind. Die Teilnahme an einem Mentoringprogramm kommt da oftmals "on top". Als sensible Mentoringkoordination bist Du also gut beraten, den Mentees einen Raum zur Verfügung zu stellen, in dem sie ganz gezielt und unter sich an ihren Zielen arbeiten können. Für viele ist das leichter, als nebenbei darüber zu reflektieren. Zumal viele neben dem Job auch noch Sorgearbeit oder andere soziale Verpflichtungen zu wuppen haben.


Welche Inhalte sollte ein Einführungworkshop haben? Aus meiner Erfahrung sind es vier Aspekte, die wichtig sind:


  1. 🎯 Ziele formulieren (ich habe dazu ein klassisches Tool aus dem Coaching speziell auf die Bedürfnisse von Mentees zugeschnitten 💡)

  2. 🛼 Rollenklarheit erlangen (wenn die Mentees verstanden haben, was ihre Aufgabe ist, können sie gut vorbereitet und klar in der Kommunikation auf die Mentor*innen zugehen)

  3. 🤝🏼Verantwortlichkeiten klären (Mentees haben das Heft in der Hand, sollten das aber auch wirklich für sich realisieren)

  4. 🕸️ Netzwerken (sich untereinander zu vernetzen ist ein wichtiger Erfolgsfaktor für den individuellen Erfolg in einem Mentoringprogramm - das kommt insbesondere im Wissenschaftsbetrieb und unter Publikationsdruck oft zu kurz).

Ziele, Rolle, Verantwortlichkeit, Netzwerk - der Inhalt eines erfolgreichen Einführungsworkshops

Mein Best Practice für diese vier Elemente ist ein Workshop von drei bis sechs Stunden. Ob man ihn online oder in Präsenz veranstaltet hängt von den Rahmenbedingungen innerhalb des Programms ab.


Ein erfolgreicher Einführungsworkshop für Mentees kann den Erfolg im Tandem maßgeblich beinflussen.

In jedem Fall hängt der spätere Erfolg im Tandem auch von der Rollenklarheit ab. Und von der Kommunikation. Und von den Zielen. Du bist also gut beraten, das alles in ein gut geschnürtes Paket eines Einführungsworkshops zu packen!


Möchtest Du mehr wissen oder ein individuelles Angebot für einen Workshop? Schreib mir: friederike.eickhoff@protonmail.com


PS: So ein Workshop eignet sich auch bestens, um die Mentor*innen auf den Weg zu bringen. Wie das geht, schreibe ich bald in einem anderen Blogartikel...


PPS: ich habe mich für meine Blogtexte für die "Du-Ansprache"entschieden. Bei Kontaktaufnahme per "Sie" antworte ich natürlich entsprechend.


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